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Leitud 7 artiklit
kärnen
‣ Varianten: kirren
► QUELLEN
Gutzeit 1874, 17
kärnen, ziehen unsere Schriftsteller für kernen, nd. karnen, buttern, in Gebrauch. Ein halbes Stof gekarnte Milch, 176. 1837. 83. — In 353. 35: die Butter- oder Karnmilch,serum butyrinum,lett. Kehrnu Peenes. — Die Letten haben auch, ganz entsprechend dem hd. Kerne, die, nd. Karne, Karn, Butterfass, estn. Kirn, Kehrne, Gefäß, darin man die Butter macht. Hiernach vielleicht das hier übliche: Butterkarn Butterfass, in dem Butter gemacht wird. vgl. Butterkarn.
Sallmann 1880, 33
kernen buttern, nd. karnen.
Gutzeit 1889a, 34
kirren, Milch, st kirnen, kernen in 382.c. 70: die Mädchen sollen Milchkirren, Knappkäs machen.
klönen
‣ Varianten: klenen, klöhnen
► QUELLEN
Gutzeit 1874, 54
klönen Gew. in den Bed. von 1 und 2.a. des Grimmschen Wtb.: klagen, jammern Das ö lautet häufig ganz deutlich, sonst wie e (ä).
Sallmann 1880, 34
klönen klagen, jämmern
Seemann von Jesersky 1913, 135
klönen w. klönen, lange schwätzen, klagen.
Masing 1926b, 55
klönen „jammern“ (Grimme, S. 160; Schumann, S. 82; Frischbier I, S. 368).
Grosberg 1942, 49, 347
klönen stöhnen, jammern
Kobolt 1990, 149
klenen, klönen schw. V. jammern, klagen, quengeln
Siev. klönen, klaehnen scheätzen, sich geruhsam über alltägliche Dinge unterhalten; vorklönen vorklagen; Br.Wb. klönen mit durchdringender Stimme reden, in Hamburg: klagen; pomm. klönen schwatzen, klagen, trösten; pr. klänen, jammern, winseln; schl. klönen regional: mit jämmerlicher Stimme reden; nhd. klönen niederd. ugs. für: gemütlich plaudern, schwatzen, auch: klagen.
►
QUELLEN (
Informanten)
Lange, Harald: Riga, Südlivland
klöhnen klagen, in den Ohren liegen, jammern (Riga + Südlivl.)
Sie klöhnt den ganzen Tag, weil ...
Das Geklöhne ist nicht mehr zum Anhören.
klöhnen gnaddern 'schlechter Laune sein' (Riga um 1930)
klöhnen 'schlwatzen' (Riga bis 1914)
können
► QUELLEN
Gutzeit 1874, 73
können. Ich könnte, st. konnte. Eine ältere Form, die in unedler Sprechweise gewönlich ist. Ich könnte nichts sehen. Schon in 209 bemerkt. Diese Umlautung auch aus Kurland (in 319) bezeugt, doch unrichtig aus dem nd. erklärt, vgl. hätte und müsste.
Westren-Doll 1921, 178
14) Das Hilfsverb 'können' hat im Plattdeutschen die Bedeutung von hd. 'dürfen' und auch „vermögen“ in Wendungen wie "Du kannst jetzt gehen“ für: „Du darfst jetzt gehen“ und „Ich kann das nicht sehen“ für „Ich vermag das nicht anzusehen“. Beide Wendungen sind bei uns nicht fremd.
körnen
► QUELLEN
Hupel 1795a, 121
körnen die Vögel, d.i. sie kirren, durch vorgestreutes Korn locken.
krönen
► QUELLEN
Gutzeit 1874, 98
krönen. 1) eine Braut bekränzen, lett. apwainagaht. Wann eine Dienstmagd verheiratet wird, die soll man nicht krönen, 394. IV. 5. 72. vgl. Grimms Wtb. krönen 1. b. —
2) mit dem Zeichen einer Krone versehen. Behörig justirte und gelohnte Loche, 197. 2.
Gutzeit 1889a, 48
krönen, mit einer Krone stempeln. Behörig justirte und gecröhnte Löthe, 197. 2. J. 1665.
Gutzeit 1892b, 29
krönen. Die Frantzweine füllten gleich dem Rhein-Wein gekrönet und seiner Bonität zu Folge taxirt werden, 197. 1. 16.
kümen
► QUELLEN
Gutzeit 1874, 116
kümen, st. kimen, kinen, keimen. Im Fall die Saat wohl kümet oder äuget, 329. 15.
künden
► QUELLEN
Gutzeit 1874, 117
künden, ein Capital, eine Wohnung, kündigen, aufkündigen. Nicht selten. Ihm wurde (die Wohnung oder Geld) gekündet. In Deutschland kaum bekannt, wol aber in der Schweiz, vgl. Grimms Wtb. künden 2. 6.